Projektdesign

Vorgehen

Den Rahmen für die Analysen bildet ein integratives Konzept zur kulturübergreifenden und transdisziplinären Analyse von Anfälligkeit (Vulnerabilität), Bewältigungs- und Anpassungskapazitäten (Resilienz) und freiwilligem Engagement, welches auf spezifische Gefahrenszenarien in je drei Fallregion in Indien und Deutschland angewandt wird. Ausgangspunkt bilden die Herausforderungen, denen der DRK-Betreuungsdienst im Umgang mit betreuten Personen sowie mit freiwilligen Helferinnen und Helfern gegenübersteht. In einem ersten Schritt erfolgt eine Analyse von Einflussfaktoren auf Vulnerabilität und Resilienz, die darauf abzielt die heterogenen Hilfsbedarfe der Bevölkerung sowie Defizite in der (Katastrophen-) Vorsorge innerhalb der gesellschaftlichen Kontexte zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden die Quellen und Herausforderungen freiwilligen Engagements sowie der Helfergewinnung und -Bindung in Katastrophenschutzorganisationen herausgearbeitet. Auf Basis der vielfältigen Motivlagen und Bedürfnisse der Bevölkerung erfolgt die Entwicklung bedarfsgerechter Angebote für neue Freiwilligengruppen. Zugleich werden Qualifizierungslücken und -bedarfe für neue Freiwillige sowie Notwendigkeiten zur Fortentwicklung von Katastrophenschutzstrukturen zur Einbindung neuer Engagementformen identifiziert.

ABB_Workplan_Version_FUB_deutsch_GVB2

Methoden

Die Innovation des Forschungsvorhabens besteht in der kulturübergreifenden und transdisziplinären Ausrichtung, d.h. Problemdefinitionen, Konzepte und Ergebnisse werden in allen Phasen des Projektes in Indien und Deutschland gemeinsam mit den beteiligten Akteuren vor Ort entwickelt. Mittels des speziell entwickelten ganzheitlichen Ansatzes und transdisziplinärer Methoden sollen v.a. die Perspektive und die spezifischen Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt gestellt werden. Das Projekt kombiniert hierzu eine Vielzahl wissenschaftlicher Methoden wie Sekundäranalysen, quantitative Befragungen, Experteninterviews, problemzentrierte Interviews, partizipative Workshops und Fokusgruppen, Untersuchungen an Hand von teilnehmenden Beobachtung sowie SWOP- und Bedarfsanalysen.