Veranstaltungen


Abgeschlossene Veranstaltungen

Gruppendiskussion mit Betroffenen in der Hochwasseregion Elbe-Havel

Die Mitarbeiter*innen des Projektes INVOLVE führten am 23. Februar in Klietz Gruppendiskussionen zu den “Lebensumständen der Bewohner*innen des Elbe-Havel-Landes vor, während und nach dem Hochwasser 2013” durch. Ziel war es insbesondere verschiedene Aspekte der Bewältigung zu identifizieren und zu verstehen. Nach einer kurzen Vorstellung von Ergebnissen der vorangegangenen Bevölkerungsbefragung im Elbe-Havel-Land erörterten die zahlreich erschienenen Interessierten weitergehende Fragen zu den Folgen und dem Umgang mit der Katastrophe bis heute. In verschiedenen Gruppen wurden Bedingungen für eine erfolgreiche Bewältigung des Ereignisses identifiziert und bewertet. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und dienen der weiteren Optimierung von der Unterstützung von Betroffenen durch den Katastrophenschutz.

Rückblick auf die vier Regionalkonferenzen Betreuungsdienst in Berlin, Kassel, Mosbach und Hannover

Das Team des Sachgebiets Forschung im Bevölkerungsschutz im DRK Generalsekretariat hat die im Rahmen des Projektes INVOLVE geplanten vier Regionalkonferenzen zum Thema Betreuungsdienst erfolgreich durchgeführt. Die Regionalkonferenzen richteten sich an Einsatzkräfte im Betreuungsdienst und Helfer/innen aus allen Rotkreuz-Gemeinschaften mit Schnittpunkten und Erfahrungen zu betreuungsdienstlichen Aktivitäten.

Auf den vier  Konferenzen in Berlin, Kassel, Mosbach und Hannover kamen von November 2016 bis  Februar 2017 insgesamt ca. 150 Praktikerinnen und Praktiker aus dem DRK zusammen.

Es wurden erste, für die Arbeit des DRK Betreuungsdienstes relevante, Ergebnisse aus dem Projekt INVOLVE vorgestellt. In einem historischen Rückblick wurden die Entstehung und Entwicklung sowie die unterschiedlichen Einsatzlagen des Betreuungsdienstes rekapituliert, wobei die Teilnehmenden ihre persönlichen Erfahrungen einbringen konnten. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam basierend auf ihren persönlichen Einsatzerfahrungen aktuelle und zukünftige  Herausforderungen und Kapazitäten des DRK Betreuungsdienstes im Katastrophenschutz.

Im Anschluss wurden den Teilnehmenden die Ergebnisse der Konferenzen in Form von Fotoprotokollen zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse werden nun im Zuge des Projekts INVOLVE zum Zweck der zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Betreuungsdienstes weiter ausgewertet und schließlich im Rahmen einer Schriftenreihe des Sachgebiets Forschung im Bevölkerungsschutz veröffentlicht.

Das Sachgebiet bedankt sich herzlich für die Unterstützung und das Engagement der vielen Teilnehmenden aus allen Landesverbänden.

Befragung zu den Folgen des Hochwassers 2013

Die Katastrophenforschungsstelle der Freien Universität Berlin führte bis Ende September 2016 eine Befragung der Bevölkerung zu ihren Erfahrungen und Lebensumständen vor, während und nach der Hochwasserkatastrophe 2013 in der Gemeinde Elbe-Havel-Land durch.

Im Rahmen des Forschungsprojekts INVOLVE wurden seit Januar 2016 zahlreiche Interviews in der Region durchgeführt. Nun folgt eine breiter angelegte Befragung der Bevölkerung zu ihren Hilfebedarfen und Selbsthilfefähigkeiten vor, während und nach dem Hochwasser 2013. Die Befragung wird mit Hilfe von Studierenden der Politikwissenschaften und der Sozial-und Kulturanthropologie durchgeführt.
Welche Zielstellung verfolgen wir?
Die Ergebnisse sollen Behörden und Hilfsorganisationen dabei unterstützen, Bedürfnisse, aber auch Fähigkeiten der Bevölkerung besser einschätzen und im Katastrophenfall auf diese Kenntnisse zurückgreifen können.
Wann findet die Befragung statt?
Im Zeitraum 25. bis 29. Juli 2016 sind wir mit Studierenden vor Ort. Aber auch danach ist es noch möglich, auf dem Postweg oder online an der Befragung teilzunehmen.
In welchen Orten sind wir tätig?
Die Befragungen finden der gesamten Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land statt. Dabei werden sowohl vom Hochwasser stark betroffene als auch weniger betroffene Orte aufgesucht. Jeden Tag werden Wissenschaftler/innen und Studierende gemeinsam in die Dörfer fahren, die Bewohner ansprechen und mit ihnen gemeinsam die Fragebögen ausfüllen. Sollten die Bewohner nicht zu Hause sein, wird der Fragebogen im Briefkasten hinterlegt, so dass eine spätere Befragung vereinbart oder der Fragebogen selbst ausgefüllt und per Post zurückgeschickt werden kann. Alternativ ist auch die Teilnahme online möglich.
Wer kann an der Befragung teilnehmen?
Jeder Einwohner der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land kann an der Befragung teilnehmen. Die Teilnahme an der Befragung ist selbstverständlich freiwillig und anonym. Wir möchten Sie zur Teilnahme ermutigen, denn Ihre Angaben sind wichtig, um die Erfahrungen, die Sie persönlich vor, während und nach dem Hochwasser gesammelt haben, für die Behörden und Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes sichtbar zu machen.
Welche Fragen werden gestellt?

  • Allgemeine Fragen zur Situation in der Region bzw. im Wohnort (Vereinsleben, Engagement)
  • Allgemeine Fragen zur Katastrophenvorsorge
  • Fragen zur Bewältigung des Hochwassers und seiner Folgen, zur Evakuierung und zur Selbsthilfe
  • Fragen zur Situation des Haushaltes vor, während und nach dem Hochwasser
  • Fragen zu sozio-demographischen Merkmalen des Haushaltes, damit die Studie mit anderen vergleichbar ist.

Wie geht’s weiter? Wann kann man etwas über die Ergebnisse erfahren?
Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Bevölkerung in der Region, die ein großes Interesse an der Aufarbeitung der Katastrophe zeigt, rechnen wir mit einem guten Rücklauf der Fragebögen. Wir hoffen daher, dass wir im November erste Ergebnisse bei einer Informationsveranstaltung der Hochwasserschutz-Initiative im Elbe-Havel-Winkel e.V. vorstellen können. Es wird zudem die Möglichkeit geben, sich auch an Anfang des Jahres 2017 geplanten Gruppendiskussionen zu beteiligen. Eine entsprechende Absichtserklärung liegt den Fragebögen bei und kann zusammen mit diesen abgegeben werden.

Für Fragen stehen Ihnen sehr gern Bettina Wenzel und Daniel Lorenz unter involve-project@polsoz.fu-berlin.de zur Verfügung.

 Transdisziplinärer Workshop im Rahmen des Katastrophennetzwerkes in der Forschungsregion Berlin (19.05.2016) 

Cordula Dittmer und Daniel F. Lorenz (Katastrophenforschungsstelle Freie Universität Berlin) führten im Rahmen eines Workshops des Katastrophennetzwerks eine Abfrage mit anschließender Diskussion zu „Bedürfnisse der Bevölkerung zwischen Hochwasserhilfe und Flüchtlingsbetreuung“, in der sich die Teilnehmenden aus verschiedenen Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, Malteser), Behörden und Wissenschaftlicher*innen Gedanken über die Bedürfnisse der Hilfeempfänger während der Hochwasserhilfe im Vergleich zur Flüchtlingsbewältigung machen sollten. Die Befriedigung der Grundbedürfnisse (Kleidung, Ernährung, Unterkunft, medizinische Versorgung) stand ebenso wie der Informationsbedarf sowohl für einen Hochwassereinsatz als auch für die Flüchtlingshilfe im Mittelpunkt. Als besonderer Bedarf im Hochwasser kristallisierte sich v.a. Unterstützung bei der Aufarbeitung materieller Schäden (Versicherungen, Überbrückungshilfe) heraus. Vereinzelt wurde auch psychosoziale Notfallvorsorge und Privatsphäre genannt, im Großen und Ganzen wurde jedoch die Aufarbeitung der materiellen Schäden als zentrales Bedürfnis der betroffenen Bevölkerung gesehen. In der Betreuung der Geflüchteten stehen – neben Wissensvermittlung über die Strukturen und Prozesse in Deutschland und Deutschkenntnissen – eher emotionale, soziale Aspekte im Vordergrund wie die Schaffung neuer Lebensperspektiven, Gewährleistung von Sicherheit und Schutz und einer vertrauensvollen Atmosphäre. Ein weiterer genannter Punkt war die Berücksichtigung von besonderen kulturellen oder religiösen Bedürfnissen.

Transdisziplinärer Workshop in der Forschungsregion Elbe-Havel (25.04.2016) 

KFS und DRK führten im Rahmen des Projekts “Involve”  einen Workshop mit knapp 20 zentralen Akteuren in der 2013 vom Hochwasser stark betroffenen Region Elbe-Havel durch. Es nahmen Bürgermeister, Feuerwehr, Vertreter der Landwirtschaft, Pfarrer, aktive Bürger/Bürgerinitiativen, ASB, DRK und Johanniter teil. Das Thema war “Erfahrungsaustausch und Lernen aus dem Hochwasser”. Es wurden verschiedene Fragen zu Vulnerabilität und Resilienz der betroffenen Bevölkerung sowie (fehlenden) Hilfsangeboten in der Region thematisiert und Vorschläge zur Verbesserung zusammengetragen.

Transdisziplinärer Workshop in der Forschungsregion Jena (06.04.2016) 

Im Rahmen der transdisziplinären Datenerhebung in der Forschungsregion Jena kamen Vertreter der Sicherheitsberatung – u.a. Mitarbeiter des Klinikums, örtlicher Leiter Rettungsdienst und der Stadtverwaltung – für einen Austausch bezüglicher projektrelevanter Sicherheitsaspekte zusammen. Es wurden verschiedene Gefahrenszenarien sowie die Vorbereitung von Akteuren des Katastrophenschutzes einerseits und die Bedarfe innerhalb der Bevölkerung andererseit diskutiert.